Abrufarbeit überschreitet Minijobgrenze

Für Beschäf­ti­gun­gen ohne ver­trag­lich gere­gel­ten Arbeits­um­fang – soge­nann­te Abruf­ar­beit – wer­den seit dem 1.1.2019 als „gesetz­li­che Ver­mu­tung” 20 Wochen­stun­den (statt bis­her 10) ange­setzt!
Beim aktu­el­len Min­dest­lohn von 9,19 Euro und 4,33 Wochen pro Monat ergibt sich ein monat­li­ches Ent­gelt von 795,85 Euro. Damit wird die Gering­fü­gig­keits­gren­ze von 450,- Euro deut­lich über­schrit­ten. (2018: 10 Stun­den x 4,33 x 8,84 Euro = 382,77 Euro)
Damit sind diese Beschäf­ti­gun­gen sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig!

Wenn Sie als Arbeit­ge­ber Mit­ar­bei­ter auf Abruf gering­fü­gig beschäf­ti­gen, dann soll­ten Sie diese Ver­trä­ge drin­gend prü­fen und ggf. umge­hend anpas­sen!

Hin­weis: Mit dem Min­dest­lohn von 9,19 Euro sind seit 1.1.2019 monat­lich nur noch maxi­mal 48,9 Stun­den mög­lich, ohne dass die Gering­fü­gig­keits­gren­ze über­schrit­ten wird.