Ausblick Lohnabrechnung 2022

Das Jahr 2022 lässt in der Lohn­ab­rech­nung kein Som­mer­loch zum Ver­schnau­fen. In den kom­men­den Mona­ten erwar­tet uns eini­ges an gesetz­li­chen Ände­run­gen, Umstel­lun­gen und Beson­der­hei­ten.

Hier ein Aus­blick auf die wich­tigs­ten, vor­aus­sicht­li­chen Ände­run­gen (ohne Gewähr):

1. Juni:
Inkraft­tre­ten des Steu­er­ent­las­tungs­ge­set­zes 2022. Die wich­tigs­ten Ände­run­gen:

  • Erhö­hung des Arbeit­neh­mer­pausch­be­trags (Wer­bungs­kos­ten­pausch­be­trag) von 1.000,- Euro auf 1.200,- Euro für das Jahr 2022, also rück­wir­kend zum 1.1.2022
  • Erhö­hung des Grund­frei­be­trags um 363,- Euro für 2022, also rück­wir­kend zum 1.1.2022
  • Vor­ge­zo­ge­ne Anhe­bung der Ent­fer­nungs­pau­scha­le für Fahr­ten zwi­schen Woh­nung und Arbeits­stät­te auf 38 Cent ab dem 21. Ent­fer­nungs­ki­lo­me­ter – eben­falls rück­wir­kend zum 1.1.2022

1. Juli:
Erhö­hung des Min­dest­lohns auf 10,45 Euro (statt 9,82 Euro)

Sep­tem­ber (vor­aus­sicht­lich):
Aus­zah­lung der Ener­gie­pau­scha­le von 300,- Euro über die Lohn­ab­rech­nung als Zuschuss zum Brut­to­lohn für ein­kom­men­steu­er­pflich­ti­ge Erwerbs­tä­ti­ge der Steu­er­klas­sen 1 bis 5. Der aus­ge­zahl­te Betrag wird dem Arbeit­ge­ber über die Lohn­steu­er­an­mel­dung ver­rech­net.

1. Okto­ber:
Erhö­hung des Min­dest­lohns auf 12,00 Euro (statt 10,45 Euro)

1. Okto­ber:

  • Gering­fü­gig­keits­gren­ze (für Mini­jobs) wird von 450,- Euro auf 520,- Euro ange­ho­ben. Die Gering­fü­gig­keits­gren­ze wird zukünf­tig an den jewei­li­gen Min­dest­lohn für 10 Wochen­stun­den gekop­pelt.
  • Der Über­gangs­be­reich (frü­her „Gleit­zo­ne”) wird auf 520,- bis 1.600,- Euro aus­ge­wei­tet. Die Bei­trags­be­rech­nung im Über­gangs­be­reich wird geän­dert (Aus­nah­me: vor­her bestehen­de Beschäf­ti­gun­gen mit Ent­gelt zwi­schen 450,- Euro und 520,- Euro – hier erfolgt die Bei­trags­be­rech­nung (außer in der RV) nach der alten For­mel.)

Zum Jah­res­wech­sel 2022/2023 erwar­ten uns wei­te­re umfas­sen­de Ände­run­gen. Unter ande­rem endet dann die Par­al­lel­pha­se für die eAU („gelbe Zet­tel”), das neue elek­tro­ni­sche eAU-Ver­fah­ren ist dann ver­pflich­tend (für alle teil­neh­men­den Ärzte und Kran­ken­häu­ser). Glei­ches gilt für die elek­tro­ni­sche Betriebs­prü­fung (euBP).

Das XBA Per­so­nal­we­sen wird der­zeit auf diese Ände­run­gen vor­be­rei­tet. Unse­re Anwen­der erhal­ten recht­zei­tig die erfor­der­li­chen Pro­gramm­än­de­run­gen per Online-Update – zusam­men mit wei­te­ren Infor­ma­tio­nen zu den Ände­run­gen.