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Windows Vista und XBA Software

Das neue Microsoft Betriebssystem Windows Vista glänzt mit einigen optischen Neuerungen und grafischen "Effekten". Aber der Nachfolger von Windows XP wurde auch technisch grundlegend erneuert.

XBA Anwendungen unter Windows Vista

Mai 2007: Mit der aktuellen Version sind die XBA Anwendungen bereits für den Einsatz unter Windows Vista freigegeben. Hier macht es sich bezahlt, dass XBA Software konsequent auf der Basis von Microsoft-Standards entwickelt.

Die aktuelle Markteinführung des neuen Betriebssystems wirft viele Fragen auf. Aus der Sicht des Herstellers betriebswirtschaftlicher Software können wir unseren XBA-Anwendern und Interessenten zurzeit folgende Antworten oder Empfehlungen geben (klicken Sie auf die Frage, um die Antwort einzublenden):

+ Läuft meine (XBA) Software mit Windows Vista?

Die Antwort lautet: JA, die aktuell ausgelieferten Versionen der XBA Anwendungen (ab Build 2701) sowie die dazugehörigen Komponenten anderer Hersteller sind für Windows Vista freigegeben bzw. "freigeschaltet".

Die Gründe für eine bewusste Verzögerung lagen vor allem in der Systemumgebung: Zunächst musste gewährleistet sein, dass auch die von den XBA Anwendungen benötigte Zusatz-Software zuverlässig unter Windows Vista läuft.

Ein Beispiel: Windows Vista unterstützt nicht mehr den SQL Server 2000 bzw. die Laufzeitversion MSDE, die bisher mit den XBA Anwendungen ausgeliefert wurde. Stattdessen wird der Microsoft SQL Server 2005 oder Microsoft SQL Server 2005 Express Edition mit dem Servicepack 2 (SP2) benötigt. Für beide Versionen ist das SP2 erst seit Mitte Februar verfügbar.

Zur Systemumgebung der XBA Anwendungen gehört noch weitere Software von anderen Herstellern, darunter die ELSTER-Module, die DATEV-SELF-Schnittstelle, Microsoft Access und dakota.ag. Auch diese müssen für Windows Vista "freigegeben" sein.

Bevor schließlich die XBA Anwendungen selbst für Windows Vista freigegeben werden, erfolgen selbstverständlich gründliche Tests der verschiedenen Systemumgebungen.

+ Lohnt sich der Wechsel? Wenn ja, wann?

Hier ist keine allgemeingültige Antwort möglich.

Über einen mehrjährigen Zeitraum betrachtet spricht einiges für einen Umstieg, etwa der voraussichtlich längerfristige Support durch Microsoft sowie eine zunehmende Verbesserung der Treiber- und Hardware-Unterstützung. Möglicherweise wird es in den nächsten Jahren Software geben, die Windows Vista voraussetzt und die Sie in Ihrem Unternehmen benötigen.

Die Frage lautet letztlich also nicht "ob", sondern "wann" ein Wechsel günstig ist. Und hier lautet unsere unverbindliche aber ausdrückliche Empfehlung:

Lassen Sie sich Zeit!

Es gibt nur wenige technische Argumente, die aus unserer Sicht, als Hersteller betriebswirtschaftlicher Software, in nächster Zeit für einen Wechsel sprechen. Hier wären z.B. die verbesserten Sicherheitsfunktionen zu nennen. Diese Sicherheit können Sie aber auch mit einem sorgfältig konfigurierten Windows XP-System gewährleisten.

Gegen einen Wechsel zum derzeitigen Zeitpunkt sprechen vor allem die deutlich höheren Hardwareanforderungen von Windows Vista. Wenn Sie nicht ohnehin planen, in entsprechende Hardware zu investieren, oder bereits über geeignete Systeme verfügen, entstehen hier zusätzliche Kosten (siehe unten).

Läuft also Ihr derzeitiges System mit Windows XP oder Windows 2000 "rund", dann können Sie dieses Thema getrost noch eine Weile zur Seite legen.

Die optischen Effekte von Windows Vista sind auf den ersten Blick beeindruckend. Einige vereinfachen auch die Bedienung und können die Produktivität verbessern, wie etwa das oben abgebildete "Windows-Flip-3D", mit dem Sie schnell und gezielt zwischen geöffneten Anwendungsfenstern wechseln.

Ob dies in der Praxis den Aufwand und die Kosten der Umstellung aufwiegt, hängt unter anderem von der individuellen Arbeitsweise ab.

+ Wie sind die Hardware-Anforderungen?

Windows Vista stellt deutlich höhere Hardwareanforderungen als der Vorgänger Windows XP. Dies betrifft den Prozessor, den Arbeitsspeicher, die Grafikkarte (besonders für die grafischen Effekte der Oberfläche "Aero") sowie die Festplattenkapazität.

Die von Microsoft genannten Minimal-Anforderungen genügen nicht für eine produktive Nutzung im Unternehmen. Empfehlenswert ist eher etwa folgende Konfiguration:

  • Prozessor: mindestens als 2 GHz, möglichst ein aktueller Doppelkern-Prozessor.
  • Arbeitsspeicher (RAM): mindestens 1 GB, möglichst 2 GB oder mehr.
  • Festplatte: mindestens 40 GB freie Kapazität.
  • Ein DVD-Laufwerk für die Installation.
  • Grafikkarte: für die "Aero"-Oberfläche ist eine aktuelle, leistungsfähige Grafikkarte mit DirectX-9-Unterstützung erforderlich.

Ob und wie gut Ihr derzeitiges System den Anforderungen von Windows Vista genügt, könen Sie mit Hilfe eines Tools schnell herausfinden: Den Windows Vista Upgrade Advisor laden Sie von der Microsoft-Website (Link siehe oben rechts). Das Programm ist einfach zu installieren und gibt ausführliche Hinweise zu den Hardware- und Software-Komponenten Ihres Systems.

+ Welche Vista-Version wäre die Richtige?

Es gibt diverse Versionen von Windows-Vista. Für den betrieblichen Einsatz mit XBA Software ist die Version "Business" in der Regel gut geeignet, die auch von Microsoft für kleine und mittlere Unternehmen empfohlen wird. Ausführliche Hinweise gibt hierzu ebenfalls der Windows Vista Upgrade Advisor (Link siehe oben rechts).

+ Was ist vor / bei einem Umstieg zu beachten?

Wenn Sie sich zum Umstieg entschlossen haben, beachten Sie folgende Punkte:

  • Stellen Sie sicher, dass zum Umstellungszeitpunkt jede benötigte Hardware und Software unter Windows Vista eingesetzt werden kann. Für die XBA Anwendungen gilt dies erst mit der nächsten Version, die voraussichtlich im April ausgeliefert wird.
  • Beachten Sie die "Aufgabenliste" im Windows Vista Upgrade Advisor (Link siehe oben rechts).
  • Beachten Sie, dass ggf. ein Wechsel auf den Microsoft SQL Server 2005 oder Microsoft SQL Server 2005 Express Edition erforderlich ist. Die kostenlose Microsoft SQL Server 2005 Express Edition wird mit der nächsten Version der XBA Anwendungen anstelle der bisherigen "MSDE" (Laufzeitversion) ausgeliefert.
    Beachten Sie: Mit dem SQL Server 2005 erstellte Datenbanken und Datensicherungen sind inkompatibel zu SQL Server 2000!
  • + Die wichtigsten Unterschiede zwischen "MSDE" und "SQL Server Express 2005":

     MSDESQL Server Express 2005
    max. DB-Größe2 GB4 GB
    max. unterstützte Prozessoren21
    max. vom SQL Server genutzter Arbeitsspeicher2 GB1 GB
    Performanceverlust ab 5 aktiven Verbindungenjakeine Drosselung
    SQL Server Icon im Infobereich der Taskleistejanein (der Konfigurationsmanager muss manuell gestartet werden)

    Für Experten: Neu ist SQL Server Management Studio Express, ein grafisches Administrationswerkzeug für die Wartung und Verwaltung.

    Weitere Informationen und Unterschiede (engl. Microsoft-Webseite)
  • Stimmen Sie die Umstellung mit Ihrem XBA Servicepartner ab.
    Sichern Sie vor der Umstellung auf Windows Vista alle XBA-Datenbanken, Druckdatenbanken, Datensicherungen und andere individuelle Daten auf externe Datenträger (CD oder DVD).
  • Beachten Sie, dass nach der Umstellung eine Neuinstallation der XBA Anwendungen erforderlich ist.

 

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(aktualisiert: 21.05.2007)

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